Jährlich erkranken in der Schweiz rund 3700 Menschen an Lungenkrebs, das sind 10% aller Krebserkrankungen. Zwei Drittel der Betroffenen sind Männer, ein Drittel Frauen. Lungenkrebs ist bei Männern die zweithäufigste, bei Frauen die dritthäufigste Krebsart.
Lungenkrebs geht von den Zellen aus, welche die Atemwege (Bronchien) auskleiden. Man unterscheidet zwei verschiedene Formen von Lungenkrebs: das Kleinzellige und das Nicht-kleinzellige Bronchuskarzinom. Diese beiden Formen unterscheiden sich unter anderem in Bezug auf Behandlung und Prognose.
Warnzeichen Husten
Im Frühstadium löst Lungenkrebs oft kaum Symptome aus. Deshalb werden viele Tumoren erst in einem späten Stadium entdeckt, wenn sie schon Metastasen gebildet haben und nicht mehr geheilt werden können. Folgende Beschwerden können auf Lungenkrebs hinweisen:
o hartnäckiger Husten, der länger als drei Wochen anhält
o blutiger Auswurf beim Husten
o Atemnot
o Schmerzen im Brustbereich
Diagnose und Therapie
Zur Diagnose von Lungenkrebs wird eine Röntgenaufnahme vom Brustkorb gemacht. Weitere wichtige Untersuchungen sind die Bronchoskopie, bei der auch Gewebeproben entnommen werden, und die Computertomografie des Brustraums.
Welche Behandlungsmethoden angewendet werden, hängt unter anderem davon ab, welche Krebsart vorliegt und wie weit der Krebs schon fortgeschritten ist. Je nach Stadium wird der Tumor operativ entfernt, oder die Patienten werden mit Strahlen- und/oder Chemotherapie behandelt.
Risiko Rauchen
Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für Lungenkrebs. Etwa 90% aller Fälle von Lungenkrebs werden durch Rauchen ausgelöst. Der Tabakrauch schadet aber nicht nur den Raucherinnen und Rauchern selbst – auch Passivrauchen erhöht das Risiko für Lungenkrebs.
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