Ursachen und Risikofaktoren
Bei einer Gebärmutterhalskrebserkrankung liegt in fast allen Fällen eine chronische Infektion mit humanen Papillomaviren, kurz HPV, vor.
Gebärmutterhalskrebs entsteht meistens als Folge einer HPV-Infektion
© KLS
Man schätzt, dass sich in den Industrienationen rund 70 bis 80 Prozent der sexuell aktiven Bevölkerung (Frauen und Männer) im Laufe ihres Lebens mit HP-Viren anstecken. HP-Viren werden vor allem beim Geschlechtsverkehr übertragen.
Die meisten Infektionen mit HP-Viren verlaufen ohne Symptome oder Beschwerden und heilen innert weniger Monate aus. In einigen Fällen kommt es zu einer chronischen Infektion. Dabei nisten sich die Viren in die Zellen des Gebärmutterhalses ein und regen dort die Zellteilung an. Dadurch steigt das Risiko, dass bei der betroffenen Frau eine Krebsvorstufe oder Gebärmutterhalskrebs entsteht.
Es sind über hundert Typen von HP-Viren bekannt, die mit verschiedenen Nummern bezeichnet werden. Man unterscheidet zwischen «high-risk»-HPV und «low-risk»-HPV.
- Die low-risk-HPV (darunter die Typen 6 und 11) führen zu Genitalwarzen.
- Die high-risk-HPV können zu Zellveränderungen (Vorstufen von Krebs) des Gebärmutterhalses führen. Aus diesen Vorstufen kann Krebs entstehen. Besonders krebserregend sind die HP-Viren 16 und 18.
Gegen die vier oben genannten HP-Viren gibt es eine Impfung, die in kantonalen Impfprogrammen für Mädchen und junge Frauen im Alter von 11 bis 26 Jahren kostenlos angeboten wird.
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Risikofaktoren
Grundsätzlich tragen alle sexuell aktiven Frauen das Risiko, an einer chronischen HPV-Infektion zu erkranken. Es gibt zusätzlich weitere Faktoren, die das Erkrankungsrisiko für Gebärmutterhalskrebs erhöhen:
Häufig wechselnde Sexualpartner
Frauen mit häufig wechselnden Sexualpartnern haben ein erhöhtes Risiko, sich mit krebserregenden HP-Viren zu infizieren. Dadurch steigt auch das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs oder an einer Krebsvorstufe zu erkranken.
Infektionen der Geschlechtsorgane
Zusätzliche Infektionen der Geschlechtsorgane durch sexuell übertragbare Krankheitserreger (z.B. Herpes genitalis) sind ein weiterer
Risikofaktor.
Chronische Störung der Immunabwehr
Frauen mit einem geschwächten
Immunsystem (z.B. durch eine HIV-Infektion) haben ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs.
Rauchen
Die Schadstoffe im Zigarettenrauch schädigen auch die Zellen des Gebärmutterhalses.
Hier können Sie das Faktenblatt «Prävention und Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs» bestellen.
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