Weichteilkrebs (Sarkome)
Pro Jahr erkranken in der Schweiz etwa 200 Menschen an Krebs der Weichteile. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen. Bei Erwachsenen kommt Weichteilkrebs im Vergleich zu anderen Krebsarten selten vor, bei Kindern hingegen machen Weichteiltumoren etwa 6% aller Krebserkrankungen aus. Etwa ein Drittel der Betroffenen ist zum Zeitpunkt der Diagnose jünger als 50 Jahre.
Krebs der Weichteile betrifft verschiedene Gewebe wie Muskeln, Sehnen oder Fett-, Binde- und Nervengewebe. Diese Tumoren werden als Sarkome bezeichnet. Bei Erwachsenen entstehen Sarkome am häufigsten aus Bindegewebe, glatter Muskulatur oder Fettgewebe. Bei Kindern ist der häufigste Weichteilkrebs das
Rhabdomyosarkom – es entsteht aus Muskelfasern.
Erstes Symptom: Schwellungen
Weichteiltumoren können in jeder Körperregion entstehen. Das erste Symptom ist oft eine schmerzlose Schwellung, die über Wochen und Monate immer grösser wird. Wenn der
Tumor auf Nerven drückt, können auch Schmerzen auftreten.
Zur Diagnose von Weichteilkrebs muss immer ein Teil des verdächtigen Gewebes entnommen und untersucht werden. Weitere Untersuchungsmöglichkeiten sind
Ultraschall, Röntgenstrahlen, Computer- oder Magnetresonanztomografie. Mit der Hilfe dieser Verfahren lässt sich feststellen, wie weit sich der Tumor im Körper schon ausgebreitet hat.
Therapie: Meistens wird operiert
Wenn ein Weichteilkrebs noch keine
Metastasen gebildet hat, wird er in der Regel operativ entfernt. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Strahlen- und
Chemotherapie. Die Planung der Therapie hängt davon ab, welche Art von Krebs vorliegt und wie weit fortgeschritten die Krankheit schon ist.