Malignes Mesotheliom
In der Schweiz erkranken pro Jahr rund 160 Menschen an einem malignen Mesotheliom des Brustfells (Pleuramesotheliom). In seltenen Fällen kann ein Mesotheliom auch im Bauchfell (Peritoneum) auftreten. 85% der Betroffenen sind Männer, 15% Frauen. Etwa die Hälfte der Patienten ist zum Zeitpunkt der Diagnose 50 bis 69 Jahre alt, die andere Hälfte 70 Jahre oder älter. Bei Menschen unter 50 Jahren ist das maligne Mesotheliom sehr selten.
Das zweiblättrige Brustfell überzieht die Lunge
© KLS
Die Pleura (das Brustfell) besteht aus zwei hauchdünnen Blättern (Lungenfell und Rippenfell). Sie überzieht die Lungen und kleidet die Brusthöhle von innen aus. Der Spalt zwischen diesen beiden Pleura-Blättern (Pleurahöhle) kann sich bei Erkrankungen mit Flüssigkeit füllen. Dies führt zu Atembeschwerden.
Hauptursache Asbest
Als wichtigster
Risikofaktor für die Entwicklung eines malignen Mesothelioms gilt das Einatmen von Asbeststaub. Ein Mesotheliom kann noch Jahrzehnte nach dem Kontakt mit Asbest auftreten. Wird Asbeststaub als Ursache vermutet, sollte dies der Unfallversicherung des damaligen Arbeitsgebers gemeldet werden, auch wenn jemand bereits pensioniert ist.
Die Lunge wird «eingemauert»
Ein Pleuramesotheliom kann die gesamte Pleura befallen und sich auch auf benachbarte Organe wie Lunge oder Zwerchfell ausbreiten. Die Folgen sind Atembeschwerden, Husten und Schmerzen im Brustkorb. Zur Diagnose werden Röntgenstrahlen (z.B.
Computertomografie) eingesetzt, zusätzlich werden Gewebeproben oder Flüssigkeit aus der Pleurahöhle entnommen.
Operation, Strahlen- und Chemotherapie
Die Art der Behandlung hängt davon ab, wie weit sich der
Tumor schon ausgebreitet hat. In der Regel wird ein Pleuramesotheliom mit Operation,
Strahlentherapie, Chemotherapie oder einer Kombination dieser Methoden behandelt. Wenn ein Pleuramesotheliom schon weit fortgeschritten ist, können die Patienten nicht geheilt werden.
Pleurametastasen
Viel häufiger als das Pleuramesotheliom sind
Metastasen, also Ableger von anderen Tumoren, in der Pleura. Diese stammen vor allem von Lungen-, Brust- und Magenkrebs.
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