Jährlich erkranken in der Schweiz rund 220 Menschen an einem Hodgkin-Lymphom, das sind knapp 1% aller Krebserkrankungen. Männer sind leicht häufiger betroffen als Frauen. 68% der Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Diagnose unter 50, 19% zwischen 50 und 69 Jahre alt.
Lymphome sind Krebskrankheiten, die von den Lymphozyten ausgehen, das sind spezielle weisse Blutkörperchen. Die Lymphozyten werden in lymphatischen Organen gebildet, zum Beispiel in den Lymphknoten, im Knochenmark oder in der Milz. In der Medizin unterscheidet man zwei Hauptgruppen von Lymphomen: die Non-Hodgkin-Lymphome und das Hodgkin-Lymphom.
Schwellung der Lymphknoten
Ein Hodgkin-Lymphom kann sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Typisch sind die so genannten «Allgemeinsymptome»: Fieber, Nachtschweiss, Gewichtsverlust und/oder Abgeschlagenheit. Auch Schwellungen der Lymphknoten kommen häufig vor, zum Beispiel am Hals, im Nacken oder in der Leistengegend. Bei manchen Patienten tritt auch ein unerklärlicher Juckreiz auf. In fortgeschrittenen Stadien können die Krebszellen praktisch alle Organe befallen und entsprechende Symptome auslösen.
Diagnose und Therapie
Besteht der Verdacht auf ein Hodgkin-Lymphom, wird unter örtlicher Betäubung ein Lymphknoten entnommen und anschliessend untersucht. Um abzuklären, wie weit fortgeschritten die Krankheit ist, sind zusätzliche Untersuchungen notwendig, zum Beispiel ein Ultraschall des Bauchs oder Röntgenaufnahmen des Brustkorbs.
Die Behandlung erfolgt mit einer Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie. 90% der Patientinnen und Patienten, bei denen ein Hodgkin-Lymphom in einem frühen Stadium entdeckt wird, können geheilt werden.
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Keine Vorbeugung möglich
Es sind keine Risikofaktoren bekannt, die ein Hodgkin-Lymphom begünstigen. So gibt es auch keine Möglichkeit, einem Hodgkin-Lymphom vorzubeugen.