In der Schweiz erkranken jährlich rund 890 Frauen an Krebs des Gebärmutterkörpers (Korpuskarzinom, Endometriumkarzinom), das sind fast 6% aller Krebserkrankungen bei Frauen. Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 50. Altersjahr stark an: die Hälfte der Patientinnen ist zum Zeitpunkt der Diagnose 50 bis 69 Jahre alt, 45% sind 70 Jahre oder älter.
Die Gebärmutter ist ein birnenförmiges Organ im Unterleib der Frau, in dem das ungeborene Kind bis zur Geburt heranwächst. Die Gebärmutter besteht aus zwei Abschnitten: dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri) und dem Gebärmutterhals (Zervix uteri). In der Gebärmutter können sich zwei verschiedene Arten von Krebs entwickeln: Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich aus den Zellen des Gebärmutterhalses; Gebärmutterkörperkrebs geht von der Schleimhaut aus, die den Gebärmutterkörper innen auskleidet (Endometrium).
Blutungen aus der Scheide
Krebs des Gebärmutterkörpers bereitet in den Frühstadien kaum Beschwerden. Ein erstes Zeichen sind ungewöhnliche Blutungen oder übel riechender Ausfluss aus der Scheide. Jede Scheidenblutung, die nach den Wechseljahren auftritt, sollte vom Arzt abgeklärt werden. Bei Frauen vor den Wechseljahren können Blutungen zwischen den Menstruationen oder ungewöhnlich heftige Monatsblutungen auf eine Krebserkrankung hinweisen.
Zur Diagnose wird ein Ultraschall der Unterleibsorgane durchgeführt. Anschliessend folgt eine Spiegelung der Gebärmutter von der Scheide aus; dabei werden auch Gewebeproben von der Gebärmutterschleimhaut entnommen.
Operation und Strahlentherapie
Gebärmutterkörperkrebs wird fast immer operiert. Dabei müssen die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke vollständig entfernt werden. Für jüngere Frauen bedeutet das, dass sie nach dem Eingriff keine Kinder mehr bekommen können. Je nach Ausbreitung des Krebses folgt nach der Operation eine Strahlentherapie. In fortgeschrittenen Stadien, wenn der Krebs schon Metastasen gebildet hat, kommt auch eine Chemo- oder Hormontherapie in Frage.
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