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Gallenblasenkrebs / Gallengangkrebs

Etwa 330 Personen erkranken in der Schweiz jährlich an Krebs der Gallenblase oder der Gallengänge. 57% der Betroffenen sind Frauen, 43% Männer. Gallenblasenkrebs kommt fast ausschliesslich in höherem Alter vor: Zwei Drittel aller Patientinnen und Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose 70 Jahre oder älter.
Gallenblase und benachbarte Organe
Gallenblase und benachbarte Organe
© KLS
Die Gallenblase ist ein birnenförmiges Organ zwischen Leber und Darm. In der Gallenblase wird die Galle gespeichert, eine von der Leber produzierte Verdauungsflüssigkeit. Bei Bedarf wird die Galle von der Gallenblase aus über die Gallengänge in den Dünndarm geleitet.
Gelbe Haut und dunkler Urin
Krebs der Gallenblase oder Gallengänge bereitet meistens erst dann Beschwerden, wenn der Tumor so gross geworden ist, dass er den Abfluss der Galle in den Dünndarm behindert. Dann zeigen sich die typischen Symptome einer Gelbsucht:

o Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel
o Dunkle Verfärbung des Urins
o Heller Stuhl
o Juckreiz

Manche Patienten leiden auch unter Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen.
Darstellung der Gallenorgane mit Kontrastmittel
Zur Diagnose werden die Bauchorgane dargestellt, zum Beispiel mit Ultraschall oder Computertomografie. Um die Gallenblase genauer untersuchen und Gewebeproben nehmen zu können, wird eine «endoskopische retrograde Cholangiografie» (ERC) durchgeführt: Man schiebt ein Endoskop im Dünndarm bis zu der Stelle, wo der Gallengang mündet.

Von dort aus wird ein Kontrastmittel in den Gallengang gespritzt und gleichzeitig ein Röntgenbild angefertigt. Auf dem Röntgenbild lassen sich die Gallengänge und die Gallenblase genau beurteilen.

Falls sich der Tumor noch nicht zu weit ausgebreitet hat, wird er operativ entfernt, eventuell zusammen mit Teilen der Leber. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind Strahlen- und Chemotherapie.

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