Risikofaktoren Brustkrebs
Die wichtigsten Risikofaktoren für Brustkrebs lassen sich nicht beeinflussen.
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Brustkrebs kann jede Frau treffen und eine Frau, die an Brustkrebs erkrankt, hat nichts falsch gemacht. Die wichtigsten Risikofaktoren für Brustkrebs hängen von der persönlichen Veranlagung, dem Stoffwechsel des Körpers oder äusseren Umständen ab, die sich nicht beeinflussen lassen.
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
Geschlecht
Der wichtigste Risikofaktor ist das weibliche Geschlecht. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, doch tritt die Krankheit bei ihnen sehr selten auf: Laut Statistik erkranken in der Schweiz pro Jahr 30 bis 40 Männer an Brustkrebs.
Alter
Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko. Vier von fünf Brustkrebs-Patientinnen sind bei der Diagnose über 50 Jahre alt. Aber auch junge Frauen können betroffen sein.
Familiäre Belastung
Eine Frau, deren Mutter, Schwester oder Tochter an Brustkrebs erkrankt, hat ein deutlich erhöhtes Brustkrebsrisiko: Ausserdem lassen sich 5 bis 10 Prozent aller Brustkrebs-Erkrankungen auf eine erbliche Veranlagung zurückführen
Andere Faktoren
Nebst den obengenannten wichtigsten Risikofaktoren können folgende Umstände eine Rolle für ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko spielen:
- erste Menstruation (Menarche) vor dem 12. Geburtstag
- letzte Menstruation (Menopause ) nach dem 55. Geburtstag
- Geburt des ersten Kindes nach dem 30. Lebensjahr oder gar keine Kinder
- bestimmte medizinische Befunde an den Brüsten, eine Bestrahlung im Bereich der Brust oder Erkrankung an Gebärmutter- oder Eierstockkrebs. Die häufigsten gutartigen Befunde wie Zysten, Fibrosen und Fibroadenome erhöhen das Risiko jedoch nicht.
Beeinflussbare Risikofaktoren
Manche Risikofaktoren hängen vom Lebensstil ab. Diese Faktoren lassen sich zwar vermeiden oder zumindest reduzieren, haben aber nur wenig Einfluss auf das Brustkrebsrisiko.
Hormontherapie
Die Einnahme von Hormonen gegen Wechseljahrbeschwerden ist nicht unbedenklich. Das Risiko für Brustkrebs steigt bei einer langdauernden Kombinations-Hormontherapie an. Bevor sich eine Frau für eine Hormontherapie entscheidet, sollte sie sich von ihrer Ärztin oder ihrem Arzt umfassend über diese Behandlung informieren lassen. Es geht darum, Nutzen und Risiken einer Hormontherapie gegeneinander abzuwägen.
Hormonelle Verhütung
Frauen, welche die Antibabypille oder andere hormonelle Verhütungsmittel einsetzen, haben ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko. Dieses geht jedoch nach Absetzen der hormonellen Verhütung wieder zurück.
Übergewicht
Frauen, die nach der
Menopause übergewichtig sind oder übergewichtig werden, haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko, weil Östrogen auch im Fettgewebe produziert wird. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Früchten und Gemüse kann mithelfen, Übergewicht zu vermeiden.
Bewegung
Frauen, die sich regelmässig bewegen, senken dadurch ihr Brustkrebsrisiko. Noch ist unklar, wie viel körperliches Training nötig ist, damit das Risiko wirklich abnimmt.
Alkohol
Bei Frauen, die Alkohol trinken, erhöht sich das Brustkrebsrisiko im Vergleich zu Frauen, die nie Alkohol konsumieren. Je mehr Alkohol eine Frau zu sich nimmt, desto stärker steigt das Risiko an.
Rauchen
Der Zusammenhang zwischen Brustkrebsrisiko und Rauchen ist unklar. Einige Untersuchungen haben ergeben, dass bei starken Raucherinnen das Risiko leicht ansteigt.
Stillen
Es gibt Hinweise darauf, dass bei Frauen, die über längere Zeit gestillt haben, das Brustkrebsrisiko leicht sinkt.
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