Home
Kontakt | Medien | FR | IT |Weitere Sprachen suchen

Weibliche Sexualität bei Krebs

Krebs und Krebstherapien können Ihre Sexualität zeitweise oder bleibend beeinträchtigen. Verständnis für die Ursachen, Geduld, Gespräche und allenfalls Hilfsmittel können weiterhelfen.
Versuchen Sie ihrem Partner nah zu sein
Versuchen Sie ihrem Partner nah zu sein
© Kursiv GmbH
Sexuelle Probleme bei Krebs haben mehrere Gründe.
Körperliche Ursachen:
Tumore in einem Sexualorgan – z.B. Eierstockkrebs – oder in der Beckenregion; Chemotherapien (sie können die Schleimhäute vorübergehend belasten); Nebenwirkungen von Therapien wie Erschöpfung, Schmerzen, empfindliche Haut und Schleimhäute; hormonelle Veränderungen, z.B. durch tumorhemmende Medikamente bei Brustkrebs; Vaginalinfekte.
Seelische Ursachen:
Unsicherheit; Scham, z.B. nach einer Brustamputation oder bei einem künstlichem Darmausgang; unberechtigte Angst vor Ansteckung; ein negatives Körperbild (wenn Sie sich unattraktiv finden).
Geduld, Gespräche und Zärtlichkeit
Wie Sie mit Ihrer Sexualität umgehen, ist etwas ganz Persönliches. Es gibt keine Regeln. Daran ändert auch eine Krebserkrankung nichts. Folgende Anregungen können vielleicht dennoch helfen:
  • Reden Sie mit Ihrem Partner über Ihre körperlichen und seelischen Schwierigkeiten.
  • Fragen Sie ihn nach seinen Wünschen und Ängsten. Vielleicht befürchtet er, Ihnen weh zu tun.
  • Gestehen Sie sich ein, wenn die sexuelle Nähe empfindlich fehlt. Lassen Sie sich beraten. Ziehen Sie sich nicht zurück, sondern suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner andere Formen der Nähe.
Therapien, Hilfsmittel und Literatur
Das Hilfsangebot bei sexuellen Schwierigkeiten während und nach einer Krebsbehandlung ist gross:
  • Paartherapie/ Sexualtherapie: Ihr Behandlungsteam oder Ihre kantonale Krebsliga kennen Adressen.
  • Bei körperlich bedingten Schwierigkeiten – z.B bei trockener Scheide – steht eine breite Palette an Hilfsmitteln bereit. Sprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam.
  • Literaturtipp: Stefan Zettl und Joachim Hartlapp: "Krebs und Sexualität", Weingärtner Verlag, 2002.
Der Wunsch nach Kindern
Die Fortpflanzungsfähigkeit nach der Therapie ist nicht immer gewährleistet. Es ist zurzeit noch nicht möglich, unbefruchtete Eizellen einzufrieren. Besprechen Sie Ihren Kinderwunsch unbedingt vor der Behandlung mit Ihrem Arzt.
Um allfälligen Missbildungen vorzubeugen, sollten Sie während einer Krebstherapie unbedingt verhüten – auch wenn Sie keine Menstruation haben. Fragen Sie Ihren Arzt, wie lange Sie nach der Therapie mit einer Zeugung warten sollten.
Weibliche Sexualität bei Krebs – lassen Sie sich beraten
Die Broschüre «Weibliche Sexualität bei Krebs»
  • geht ausführlich auf die Ursachen von Problemen weiblicher Sexualität bei Krebs ein,
  • gibt viele Tipps,
  • zeigt Möglichkeiten auf, wie Sie mit Problemen besser umgehen können.

Zum Herunterladen:
Weibliche Sexualität bei Krebs Ein Ratgeber für Patientinnen und ihre Partner
56 Seiten, 2008
Broschüre
pdf, 793 KB